Gebärden in der Sprachtherapie mit Kindern

Frau Birgit Appelbaum

Freitag,   06.10.2017, 11:00 – 16:45 Uhr
Samstag, 07.10.2017, 10:00 - 15:45 Uhr

  • Teilnehmerzahl: mind. 13 / max. 16
  • 12 UE (12 Fortbildungspunkte)
  • Teilnahmegebühr: 200,00 €
  • Ort: DAA Logopädieschule Freiburg, Salzstraße 12-16, 79098 Freiburg (i.Br.)
  • Anmeldefrist: bis 01.09.2017
  • Sie können das Anmeldeformular hier downloaden
  • Anmeldung über info.freiburg.logopaedieschule[at]daa.de

Gebärden in der Sprachtherapie mit Kindern

Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und/oder (geistigen) Behinderungen, die noch nicht oder nur eingeschränkt über Lautsprache verfügen, machen häufig negative/ungünstige Kommunikationserfahrungen. Gebärden können diesen Kindern helfen, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und stellen eine mögliche „Brückenfunktion“ zur Lautsprache dar. Zunächst soll es um einen theoretischen Einblick in die in Deutschland benutzten Gebärdensprachsysteme gehen. Dabei werden Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme und Gebärdensammlungen erarbeitet. Außerdem geht es um Grundregeln, die im Umgang mit Gebärden eingehalten werden sollten, um die Initiierung von Lernprozessen mit Gebärden sowie um die Dokumentation von (sprachlichen) Äußerungen. Die Inhalte einer spezifischen Diagnostik und entsprechender Dokumentation schließen sich an und werden an einem Fallbeispiel erläutert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars liegt auf der praktischen Erarbeitung eines kleinen Kern- und Grundvokabulars in Gebärden, welches im Umgang mit Liedern, Gedichten und Spielen wiederholt und stabilisiert wird.

40 % Theorieanteil
60 % Praxisanteil

Stichpunkte Seminarinhalte:

  • Gebärdensysteme in Deutschland (Vor- und Nachteile)
  • Gebärdensammlungen (Vor- und Nachteile)
  • Grundregeln im Umgang mit Gebärden
  • Initiierung von Lernprozessen – aber wie?
  • Diagnostik
  • Dokumentation
  • Erarbeitung eines (kleinen) Kern- und Grundvokabulars in DGS
  • Einbindung von Gebärden in den therapeutischen Alltag

Von den Teilnehmern mitzubringende Materialien:

Ein Spiel und/oder ein Buch, welches man zu Beginn einer Therapie mit den Kindern spielen kann

Teilnahmevoraussetzungen:

Vorkenntnisse in der Gebärdensprache sind erwünscht, aber nicht zwingend notwendig.

Ziel:

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage, erste kleine Lieder, Gedichte und / oder Spiele mit Gebärden zu unterstützen und einige erste Begriffe, die in der Kommunikation mit Kindern wichtig sind, zu (be)nutzen. Darüber hinaus sind Sie in der Lage, den aktuellen Sprachstand des Kindes zu diagnostizieren und zu dokumentieren, um Rückschlüsse auf den Sprachentwicklungsstand und Konsequenzen für das weitere Vorgehen zu ziehen.

Biographie:

  • Dipl.-Musikerin, Akademische Sprachtherapeutin, Sprachheilpädagogin, Zusatzqualifikationen in den Bereichen Psychomotorik und DGS (Deutsche Gebärdensprache), PROMPT und Unterstützte Kommunikation (UK)
  • Angestellte sowohl im Zentrum für Sprachtherapie und im Zentrum für Unterstützte Kommunikation in Moers mit den Schwerpunkten: spezifische Sprachtherapie bei hörgeschädigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie im Bereich Stimme und im Bereich UK bei nicht-sprechenden Menschen.
  • Lehrbeauftragte an der Universität zu Köln (seit 2007) und an der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (seit 2011).
  • Referententätigkeit, Veröffentlichungen zu den o.g. Themen.
  • Zusatzqualifikationen: DGS (Deutsche Gebärdensprache), PROMPT, Unterstützte Kommunikation (UK) bei sinnesbeeinträchtigten Kindern, UK-Coach©