Pädiatrische Dysphagien 

Bettina Genz

Donnerstag, 18.10.2018, 9:00 – 17:00 Uhr

Freitag, 19.10.2018, 9:00 – 17:00 Uhr

Samstag, 20.10.2018, 9:00 – 17:00 Uhr

 

Teilnehmerzahl: mind. 15 / max. 25

24 UE (24 Fortbildungspunkte)

Teilnahmegebühr: 250,00 €

Ort: DAA Logopädieschule Freiburg, Salzstraße 12-16, 79098 Freiburg (i.Br.)

Anmeldung sind nicht mehr möglich, die Fortbildung ist voll belegt.

 

Pädiatrische Dysphagien

Theorie und Therapie bei Säuglingen und Kindern mit Schluckstörungen

Im ersten Teil der Fortbildung setzen sich die Teilnehmer im Rahmen der pränatalen Entwicklung mit den frühen Entwicklungsstufen von orofacialen Strukturen, der Sensibilität und der Koordination von Saugen, Schlucken und Atmen auseinander. Auch die Entstehung, Funktion und Überlagerung oraler Reflexe sowie die Hintergründe der Mund-Hand-(Augen)-Achse werden erläutert.
Im Bereich „kindliches Schlucken“ werden die Unterschiede zum „Erwachsenen Schlucken“ aufgezeigt. Das physiologische kindliche Schlucken unter anderen Raumverhältnissen und die entsprechenden Schluck- und Saugphasen sind weitere Inhalte.
Anschließend werden ausführlich pathologische Muster anhand verschiedener Krankheitsbilder besprochen.
Die Bereiche Anamnese und diagnostische Untersuchungen erläutert die Dozentin ausführlich und gibt erste Hinweise auf die Therapieansätze. Hier wird auch der Kö.Be.S Kids (Kölner Befundbogen für Schluckstörungen für Kinder), den die Dozentin auf der Grundlage des Kö.Be.S (Kölner Befundbogen für Schluckstörungen von Ulrich Birkmann) gemeinsam mit Ulrich Birkmann entwickelt hat, besprochen und in Teilen genauer erklärt.

Der sehr umfangreiche und praxisbetonte Therapieteil ist in drei Blöcken aufgeteilt:
Therapie I behandelt Vorbereitung mit Elternberatung, Handling, Umgebung, Lagerung, Ganzkörperstimulation, Atmung und orofacialer und intraoraler Stimulation und Kräftigung und als erste orale Nahrungsaufnahme die Sauganbahnung.
In Teil II werden ausführlich Nahrungskonsistenz, Zubereitung der Nahrung und die Gewöhnung an die orale Nahrungsgabe besprochen. Zusätzlich werden Übungen mit dem Löffel durchgeführt und verschiedene Konsistenzzubereitungen hergestellt und ausprobiert.
Therapieblock III behandelt Themen wie Anleitung der Angehörigen, Stillen, Integration des Säuglings oder Kleinkindes in die Familie, Anbahnung oraler Kost bei Fütterstörungen und Sondenentwöhnung. Die Teilnehmer sind gefordert eigene Ideen zu entwickeln und auf Basis von Fallbeispielen eine Therapie theoretisch in Stichworten zu skizzieren.

Zielgruppe: Logopäden, Sprachheilpädagogen, Sprachtherapeuten, Klinische Linguisten, Ergotherapeuten