Tablets und Smartphones in Therapie und Alltag von Menschen mit Aphasie

Elisabeth Meyer, Lehr-und Forschungspädagogin M.Sc.

Freitag, 20.10.2017, 14:00 – 17:15 Uhr
Samstag, 21.10.2017, 09:30 – 17:00 Uhr

  • Teilnehmerzahl: mind. 12 / max. 20
  • 12 UE (12 Fortbildungspunkte)
  • Teilnahmegebühr: 180,00 €
  • Ort: DAA Logopädieschule Freiburg, Salzstraße 12-16, 79098 Freiburg (i.Br.)
  • Anmeldefrist: bis 08.10.2017
  • Hier können sich das Anmeldeformular hier downloaden
  • Anmeldung über info.freiburg.logopaedieschule[at]daa.de  

 Ziel:

  • patientenorientierter, störungsspezifischer und wissenschaftlich fundierter Einsatz von mobilen Geräten und
  • Apps bei Menschen mit Aphasie Überblick und praktische Erfahrung zu aktuellen Apps sowie systemeigene Funktionen mobiler Geräte, die zur unterstützten Kommunikation und/oder Behandlung der verschiedenen Modalitäten aphasischer Störungen eingesetzt werden können (Sprachverstehen, Lesen, Sprachproduktion, Schreiben, Kognitive Funktionen) 

Tablets & Smartphones für die Aphasietherapie Oder: „Tablets, Smartphones & Therapie-Apps für die Aphasietherapie

Mobile Geräte haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Über 60% der deutschen Bevölkerung besitzt ein Smartphone und fast 40% ein Tablet - Tendenz steigend [1,2]. Die einfache Handhabung und das stetig wachsende Angebot an Anwendungssoftware, sogenannter Apps, eröffnen auch Menschen mit einer Aphasie (MmA) und deren Angehörigen sowie den behandelnden SprachtherapeutInnen enorme Vorzüge in Hinblick auf die alltägliche Kommunikation, Eigentraining oder Therapie.
Allerdings stellt der Einsatz mobiler Geräte in Therapie und Alltag von MmA Sprachthera-peut*innen vor neue Herausforderungen bezüglich ethischer Aspekte und Evidenzbasierung [3]: MmA haben andere Anforderungen und Bedürfnisse im Umgang mit mobilen Geräten im Vergleich zu gesunden Menschen [4]. Darüber hinaus entstammt ein Großteil der MmA einer Generation, in der Smartphones und Tablets nicht Bestandteil des Alltags waren. Hinzu kommt, dass trotz des immer größer werdenden Angebots an Apps Evidenzen hinsichtlich deren Wirksamkeit und Akzeptanz größtenteils noch ausstehen.
Den Teilnehmer*innen sollen Kriterien vermittelt werden, die Ihnen eine patientenorientierte, störungsspezifische und wissenschaftlich fundierte Bewertung und Auswahl von Apps ermöglichen. Darüber hinaus sollen die Herausforderungen und die Rolle der Sprachthera-peut*innen, die mit dem Einsatz und der rasanten Entwicklung mobiler Geräte einhergehen, thematisiert werden.
Zusätzlich soll eine aktuelle Auswahl an Apps (alle gängigen App Stores) sowie systemeigene Funktionen mobiler Geräte, die zur unterstützten Kommunikation und/oder Behandlung der verschiedenen Modalitäten aphasischer Störungen eingesetzt werden können, vorgestellt werden. Die vorgestellten Apps können in Kleingruppen anhand von iPads praktisch ausprobiert und bewertet werden. 

Biographie:

Elisabeth Meyer ist Logopädin und studierte im Masterstudiengang Lehr- und Forschungslogo-pädie an der RWTH Aachen. Seit 2012 ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hoch-schule für Gesundheit in Bochum tätig. Sie forscht im Bereich Wirksamkeit und Akzeptanz teletherapeutischer Verfahren, ihr Lehr-Schwerpunkt liegt bei neurologischen Sprach- und Kommunikationsstörungen im Erwachsenenalter.